Berufliche Mobilität

Arbeiten im Ausland

Die Welt wächst zusammen, Ländergrenzen verlieren - ganz besonders in Europa und innerhalb der Europäischen Gemeinschaft - zunehmend an Bedeutung. Immer stärker fließen Vorgaben aus Brüssel in nationale Gesetzgebung ein.

Für beruflich Pflegende bedeutet das, dass sie bei ihrer Tätigkeit unmittelbar mit Menschen mit einem Migrationshintergrund zu tun haben - als Klienten und Patienten, aber auch innerhalb von Teams und unter Fachkolleg/innen. Hintergrund ist u.a. die europäische Freizügigkeit, die es jedem EU-Bürger gestattet, innerhalb der EU seinen Aufenthalt frei zu wählen. Migration nimmt weltweit zu, aus Osteuropa Richtung Westen, aus den derzeit wirtschaftlich schwachen Mittelmeeranrainerstaaten gen Norden, aus Entwicklungsländern in die Industrienationen wie beispielsweise Deutschland. Aber auch viele in Deutschland ausgebildete Fachkräfte zieht es ins Ausland - befristet, um den eigenen Horizont zu erweitern - oder dauerhaft auf der Suche nach guten Arbeitsbedingungen und Karriere-Perspektiven.

Gerade in der Pflege gibt es seit einigen Jahren verstärkt Anwerbeprojekte, um dem sich verschärfenden Pflegefachpersonalmangel in Deutschland zu begegnen. Hauptakteure sind dabei die Bundesagentur für Arbeit, die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit, aber auch mehrere Bundesministerien und überregional aufgestellte große Träger von Pflegeeinrichtungen. Der DBfK sieht dies aus vielen Gründen kritisch und hat sich wiederholt dazu geäußert.

Aus Deutschland und nach Deutschland - in beiden Richtungen sind zentrale Aspekte zu berücksichtigen, die letztlich über Erfolg und Misserfolg der beruflichen Migration entscheiden. Die grenzübergreifende Anerkennung von Berufsabschlüssen, Anforderungen an Sprachkompetenz, rechtliche und soziale Absicherung, verlässliche Informations- und Vertragsgestaltung, Familiennachzug, Integration, Rückkehroptionen - diese und andere Fragen gehören in jedem Fall auf die Agenda.

Ziel des DBfK:

In der Europäischen Union gibt es keine Einschränkung für die berufliche Mobilität von in Deutschland ausgebildeten Pflegenden.

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