DBfK aktuell - März 2026

Sonderbriefmarke würdigt Agnes Karll

Im Februar war ihr 99. Todestag, am 25. März jährt sich ihr Geburtstag zum 158. Mal und ohne sie würde es den DBfK nicht geben: Agnes Karll (1868-1927). Sie ist die Gründerin der Berufsorganisation der Krankenpflegerinnen Deutschlands (BOKD), der Vorgängerorganisation unseres heutigen DBfK.

Seit Februar wird sie mit einer eigenen Briefmarke, herausgegen vom Bundesministerium der Finanzen, gewürdigt: Die Sondermarke ist Bestandteil einer Serie zum Leitthema „Helferinnen und Helfer der Menschheit 2.0“.

agnes-karll-briefmarke
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Neben Agnes Karll werden auch der evangelische Pastor Ernst Jakob Christoffel (1876-1955) und der Journalist und Fernsehmoderator Eduard Zimmermann (1929-2009) mit Sondermarken geehrt. Diese Wohlfahrsmarken enthalten einen Zuschlag, der gemeinnützige Projekte der Freien Wohlfahrtspflege unterstützt.

Die Agnes-Karll-Marken gibt es im 10er-Bogen bei der Deutschen Post

(Gestaltung der Postwertzeichen und der Ersttagsstempel: Detlef Behr, Köln Porträt Agnes Karll: 
© BArch, R 190/100) 

Professionalisierung und Internationalisierung für den Beruf 

Was Agnes Karll so bedeutend macht: Sie war die Wegbereiterin der professionellen Pflege in Deutschland und darüber hinaus. Sie setzte sich früh und mit großer Konsequenz dafür ein, Pflege als eigenständigen, qualifizierten Beruf zu etablieren: nicht bloß als Hilfstätigkeit, sondern als Profession mit klaren Standards, fachlicher Verantwortung und eigenen Rechten. Ab 1903 baute sie den Berufsverband auf mit dem Ziel, beruflich Pflegende zu organisieren, ihre Interessen zu vertreten und sie arbeitsrechtlich und fachlich zu unterstützen. Dazu gehörten auch konkrete Angebote wie Beratung, Absicherung und der Aufbau beruflicher Infrastruktur. 

Ein zentrales Anliegen Karlls war die Qualität der Pflege. Sie setzte sich für eine dreijährige, hochwertige Ausbildung als Grundlage von Patient:innensicherheit ein und betonte, dass gute Versorgung untrennbar mit guten Arbeitsbedingungen verbunden ist. Pflege verstand sie als Profession mit eigenem fachlichen Profil und gesellschaftlicher Anerkennung. 

Ihr Denken war auch international geprägt: 1904 war sie an der Gründung des International Council of Nurses (ICN) beteiligt, 1909 wurde sie dessen Präsidentin. Viele aktuelle Pflegedebatten knüpfen bis heute an ihre Überzeugungen an – etwa zur Professionalisierung der Pflege, zu verbindlichen Standards, zur Interessenvertretung und zum Blick auf die Lebensrealitäten Pflegender, insbesondere in der ambulanten Versorgung. 

Agnes Karll wirkt bis heute nach. Sie steht sinnbildlich für den fortdauernden Kampf um Anerkennung, Qualität und gute Rahmenbedingungen in der Pflege. Auch die Agnes-Karll-Gesellschaft (AKG) im DBfK ist dem Wirken der Pflege-Vordenkerin verpflichtet. Die gemeinnützige Gesellschaft führt Projekte zur Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens, der Berufsbildung und der freien Wohlfahrtspflege durch, u.a. fördert sie seit 2017 die Etalblierung der Berufsrolle der Community Health Nurse. 

Mit einer Spende können gemeinnützige Projekte der AKG unterstützt werden: 

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